Einladung zur 1. Jahreshauptversammlung im Schuljahr 2026/2027 am 17. November 2026 um 19:30 Uhr im Goerdeler Gymnasium, Goerdelerstr.35, 33102 Paderborn

Liebe Eltern,
in NRW können sich die Schulpflegschaften der Schulen auf kommunaler Ebene zusammenschließen und ihre Interessen gegenüber dem Träger (Stadt Paderborn) und der Schulaufsicht (Schulamt) vertreten.
Für die Schulen der Stadt Paderborn ist die Stadtschulpflegschaft Paderborn zuständig.
Vertreter*innen einzelner Schulen für die Stadtschulpflegschaft sowie alle interessierten Eltern der Schulen in Paderborn sind herzlich eingeladen.
Tagesordnung
- Anmeldung, Entrichtung eines Kostenbeitrags zur SSP (5 € pro Schule).
- Eröffnung der Versammlung, Vorstellung des Vorstands und der Stadtschulpflegschaft, Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung vom 03.11.2025 sowie des Kassenberichts.
- Diskussion über aktuelle Themen und Themensammlung möglicher Schwerpunkte der Stadtschulpflegschaft
- Dezernentin Frau Jürgenhake informiert über die Arbeit des Dezernats IV ( u.a. Schulverwaltung und Jugendamt)
- Vorstellung Wahlverfahren
- Wahlen Vorstand und Beirat
- Verschiedenes
Über eine rege Teilnahme zahlreicher Eltern aller Schulen und Schulformen (Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Förderschulen) freuen wir uns sehr. Um eine grobe Anzahl an Teilnehmenden abzuschätzen und auch Ihre Themenvorschläge für den Austausch zu sammeln, möchten wir Sie bitten, über folgenden Link https://tinyurl.com/ssppb-teilnahme Ihre Teilnahme zu bestätigen und stichwortartig Ihre Themen zu erfassen.
Die Stadtschulpflegschaft Paderborn bittet Rat, Fraktionen und Verwaltung der Stadt Paderborn, die geplanten pauschalen Einsparungen bei den Personalkosten hinsichtlich der Schulsozialarbeit noch einmal sorgfältig zu überprüfen.
Uns ist bewusst, dass die Stadt Paderborn vor erheblichen haushälterischen Herausforderungen steht. Gleichzeitig sehen wir mit Sorge, dass auslaufende Verträge in der Schulsozialarbeit offenbar nicht verlängert werden und Stellen nicht nachbesetzt werden können. Nach Rückmeldungen einzelner Schulen, unter anderem der Gesamtschule Elsen und des Gymnasiums Schloss Neuhaus, sind konkrete Auswirkungen bereits absehbar.
Schulsozialarbeit ist für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte eine wichtige Unterstützung im Alltag. Sie hilft bei Konflikten, Mobbing, Schulverweigerung, psychischen Belastungen, Medienproblemen, Einsamkeit und familiären Krisen. Damit ist sie ein zentraler Bestandteil der Prävention, des Kinderschutzes und der gelingenden Zusammenarbeit zwischen Schule, Elternhaus und Jugendhilfe.
Gerade aktuelle Entwicklungen zeigen, dass der Bedarf eher steigt als sinkt. Die GEW fordert angesichts der zunehmenden Gewalt- und Konfliktlagen an Schulen mehr Unterstützung. Auch der Kinder- und Jugendbericht 2025 verweist auf wachsende Belastungen junger Menschen, insbesondere bei psychischen Auffälligkeiten, Einsamkeit, Suchtverhalten und sozialer Unsicherheit. Schulen selbst melden seit Jahren einen steigenden Bedarf an niedrigschwelliger sozialpädagogischer Hilfe.
Aus Sicht der Elternvertretung darf Schulsozialarbeit deshalb nicht als freiwilliger Zusatz betrachtet werden, der bei pauschalen Sparvorgaben leicht gekürzt werden kann. Wenn bewährte Ansprechpersonen wegfallen, entstehen Lücken in der Prävention. Probleme werden später erkannt, Konflikte können sich verschärfen, und Hinweise auf mögliche Kindeswohlgefährdungen erreichen Hilfesysteme womöglich nicht früh genug.
Die Stadtschulpflegschaft Paderborn fordert daher:
- Keine pauschalen Kürzungen im Kinder- und Jugendhilfebereich.
Schulsozialarbeit, Kinderschutz, Jugendhilfe und präventive Hilfen sollten von allgemeinen Personaleinsparvorgaben ausgenommen werden. - Sicherung der bestehenden Schulsozialarbeit an allen Paderborner Schulen.
Bereits bekannte oder drohende Wegfälle von Stellen müssen politisch überprüft und möglichst verhindert werden. - Strategischer Ausbau statt schleichenden Abbaus.
Die Stadt Paderborn sollte gemeinsam mit Schulen, dem Jugendamt, Elternvertretungen und Trägern ein tragfähiges Konzept für eine bedarfsgerechte Schulsozialarbeit entwickeln.
Die Stadtschulpflegschaft Paderborn appelliert an die politischen Entscheidungsträgerinnen und -entscheidungsträger, Kinder und Jugendliche bei der Haushaltskonsolidierung besonders zu schützen. Schulsozialarbeit ist eine Investition in Prävention, Bildungsgerechtigkeit und Kinderschutz – und damit in die Zukunft unserer Stadt.
Paderborn, Juni 2026
Stadtschulpflegschaft Paderborn
